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Grundsätzlich wird bei der Musikschulförderung in Niederösterreich zwischen Basis- und Wochenstundenförderung sowie weiteren strukturfördernden Maßnahmen im Rahmen der Strukturförderung unterschieden.

Die Basisförderung stellt einen Beitrag zur Abdeckung der infrastrukturellen Kosten des Schulerhalters dar und ist, ausgehend von den Wochenstunden, in ihrer Höhe gestaffelt (§ 13 Abs. 2 NÖ Musikschulgesetz 2000). Die Gewährung der Basisförderung ist an die Aufnahme von SchülerInnen aus Gebieten außerhalb jener des Musikschulerhalters gekoppelt.

  • bis zu 150 Wochenstunden € 5.250,– pro Jahr
  • bis zu 200 Wochenstunden € 7.000,– pro Jahr
  • bis zu 250 Wochenstunden € 8.750,– pro Jahr
  • bis zu 300 Wochenstunden € 10.500,– pro Jahr
  • bis zu 350 Wochenstunden € 12.250,– pro Jahr
  • bis zu 400 Wochenstunden € 14.000,– pro Jahr
  • bis zu 450 Wochenstunden € 15.750,- pro Jahr
  • über 450 Wochenstunden € 17.500,– pro Jahr (NÖ Musikschulgesetz 2000 § 13 Abs. 2)

Aufnahme von auswärtigen SchülerInnen

Rechtliche Grundlage ist der § 13 im Abschnitt III Förderung des NÖ Musikschulgeset-zes 2000. Die Gewährung der Basisförderung ist an die Bedingung geknüpft, dass der Musikschulerhalter sich bereit erklärt, auch Schüler mit anderem Hauptwohnsitz in die Schule aufzunehmen. Die Festsetzung eines erhöhten Schulgeldes ist möglich.

Zur Tarifgestaltung siehe Kapitel Schulgeld und Tarife.

Siehe auch Teil Gesetzliche Grundlagen, Kapitel Förderung.

Der Musikschulbeirat hat in seiner Sitzung vom 4. April 2016 einstimmig die Empfehlung für eine gemeinde- und musikschulübergreifende Förderung von Musikschulbesuchen ausgesprochen.

Wochenstundenförderung

Gemäß § 13 Abs. 3 NÖ Musikschulgesetz 2000 gebührt dem Musikschulerhalter für die Abhaltung des Musikschulunterrichts ein Anspruch auf Wochenstundenförderung. Gefördert wird jedoch immer maximal die Anzahl jener Wochenstunden, die gemäß NÖ Musikschulplan für die entsprechende Musikschule inklusive ihrer Außenstellen vorgesehen ist. Eine weitere Voraussetzung für den Bezug der Wochenstundenförderung ist, dass die Lehrkräfte der Musikschule nach dem GVBG angestellt sind. Dementsprechend müssen die Lehrkräfte entsprechend ihrer beruflichen Qualifikationen in die entsprechenden Entlohnungsgruppen und Entlohnungsstufen eingereiht sein. Falls eine Gemeinde eine Lehrkraft besser einstuft, als es dieser nach dem GVBG zusteht, erhält sie dennoch die Förderung, als ob die Lehrkraft dem GVBG entsprechend eingestuft worden wäre.

Bei der Berechnung der Wochenstundenförderung werden die förderbaren unterrichteten Wochenstunden jeder Lehrkraft mit der Punktezahl der entsprechenden Entlohnungsgruppe und Entlohnungsstufe multipliziert. Diese Punktezahl berücksichtigt, dass langjährige Lehrkräfte in eine höhere Entlohnungsstufe aufsteigen und somit für den Musikschulerhalter Mehrkosten entstehen. Daher ist die Punktezahl für höhere Entlohnungsgruppen- bzw. Entlohnungsstufen dementsprechend höher.


Lohnstufe

ms1

ms2

ms3

ms4

1

75,68

61,09

39,50

19,21

2

78,83

63,21

40,84

19,70

3

81,98

65,33

42,17

20,18

4

85,13

67,45

43,50

20,66

5

88,28

69,57

44,84

21,15

6

91,43

71,69

46,17

21,63

7

94,58

73,81

47,50

22,12

8

97,73

75,93

48,83

22,60

9

100,87

78,05

50,17

23,09

10

104,03

80,17

51,50

23,57

11

109,28

83,80

53,94

24,54

12

114,52

87,44

56,39

25,51

13

119,78

91,08

58,83

26,48

14

125,03

94,71

61,27

27,45

15

130,28

98,34

63,72

28,42

16

135,53

101,98

66,16

29,39

17

140,78

105,62

68,60

30,36

18

146,03

109,25

71,05

31,33

19

151,28

112,88

73,49

32,30



Die Summe der Punkte aller förderbaren unterrichteten Wochenstunden aller MusikschullehrerInnen an den Musikschulen in Niederösterreich ergibt eine Gesamtpunktezahl. Das zur Verfügung stehende Budget wird durch diese Gesamtpunktezahl dividiert und damit der Punktewert errechnet. Durch die Multiplikation der Gesamtpunkte einer Musikschule mit eben diesem Punktewert ergibt sich der Förderbetrag der einzelnen Musikschule. Dieser wird im folgenden Kalenderjahr (Beispiel: Schuljahr 2013/2014 – Förderjahr/Kalenderjahr 2014) in vier Raten an die Musikschulerhalter ausbezahlt.


Die Intention des NÖ Musikschulgesetzes 2000, die Anstellung von höher ausgebildeten LehrerInnen für alle Musikschulen zu ermöglichen und zu fördern, soll nachfolgend an drei Beispielen gezeigt werden:


Grundlage: Gehälter im Jahr 2020 und Punktewert des Jahres 2020 (EUR 9,68)